Aktuelles

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Eine gelungene Überraschung

Unser Vereinsmitglied Inge feierte dieser Tage einen runden Geburtstag. Spielleiterin Vera Schmidt hatte darauf aufmerksam gemacht und gemeint, Inge sei zwar kein aktives Mitglied im Orchester, aber die technische Pflege unserer Homepage, die sie seit einigen Jahren übernommen habe, sei mindestens ebenso wichtig wie die musikalischen Fähigkeiten der Spielerinnen und Spieler; errege doch das Mandolinen-Orchester Kuchenheim durch dieses Medium erwiesenermaßen deutschlandweit Beachtung. Spontan beschlossen die Orchestermitglieder, der Jubilarin ein Ständchen zu bringen. Eine tolle Idee, deren Umsetzung nicht ganz einfach war – besonders wegen der vereinbarten Geheimhaltung! Da traf es sich gut, dass die Feier in unserem Vereinslokal stattfand. Blieb doch so dem Geburtstagskind einiges verborgen.

Dennoch: große Augen vor Überraschung als Hans Fellbach, unser 1. Vorsitzender, im Auftrag des Orchesters gratulierte und den Gästen erläuterte, welche Verdienste das Geburtstagskind sich um den Verein erworben habe. Und dann ging es los.

Vier Stücke aus der musikalischen Bandbreite des Orchesters waren ausgewählt: „Recuerdos de la Alhambra“ von Francisco Tàrrega, das bei den Gästen sehr gut ankam, „Adiemus“- zusammen mit der Vokal-Gruppe, was die Zuhörerinnen und Zuhörer begeisterte, und das zu den „Lieblingen“ der Jubilarin gehört. Zwei lateinamerikanische Stücke: „Rumba“ von Dieter Kreidler und „Tico-Tico“ von Zequinha de Abreu, deren Rhythmus den Geburtstags-gästen bis in die Fußspitzen fuhr, und zum Abschluss „Kutt jot Heim“, wiederum mit Gesang. Die sonstige musikalische Begleitung an diesem Nachmittag gestalteten unser Orchestermitglied Stefan und sein Freund Benedikt.

Später auf dem Nachhauseweg sinnierte das Geburtstagskind, das sei ein wunderbarer Übergang in das neue Lebensjahrzehnt gewesen. In diesem Sinne wünschen Vorstand und Orchester alles Gute für die kommenden 10 Jahre. Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen in 2027.

Fotos: IL, ML, Text: KPL, 4. November 2017

Ein neues Outfit für unser Orchester

An einem frühen Samstagmorgen im Oktober machten sich acht Spielerinnen und Spieler unseres Orchesters auf in das – von Kuchenheim aus gesehen – weit entfernte Roetgen in der Eifel. Man war sich der langen Fahrtstrecke, die fast bis nach Belgien führen würde, durchaus bewusst, und so hatte man sich vorher abgesprochen, dass alle Interessierten im Familienbus unserer Spielleiterin von Kall-Keldenich aus mitfahren konnten. Die hatte einen Termin bei einem Anbieter für Maßkleidung vereinbart. Denn schon seit längerer Zeit hegt unser Orchester den Wunsch, die bisherige Auftrittskleidung durch eine andersartige zu ergänzen, um sich so dem individuellen Spielanlass noch besser anpassen zu können.

Aus diesem Grund trotzten wir der morgendlichen Müdigkeit und begannen voller Motivation unsere Reise, auf der wir die traumhafte Landschaft der Eifel zu sehen bekamen, und über atemberaubende Ausblicke auf Seen und Wälder staunten. Eine richtige Vorstellung davon, wie die Vereinskleidung aussehen sollte, hatten wir uns bewusst nicht zurechtgelegt. Dementsprechend offen ließen wir uns die vielfältigen Möglichkeiten präsentieren, und so begann eine rege Diskussion zwischen allen Meinungen, Altersklassen und Geschlechtern, aus der nach und nach eine vollständige Kombination hervorging. Stolz konnten wir feststellen, dass am Ende alle zufrieden waren – auch dank kleiner individueller Gestaltungsspielräume. Doch als wir das Atelier verließen, drängte sich uns allen ziemlich gleichzeitig neben der Zufriedenheit ein weiteres Gefühl auf: Hunger. Eine nahegelegene Bäckerei mit Café war schnell gefunden und die belegten Brote sowie der Kuchen dort nach einstimmiger Meinung köstlich. Auch auf die bekannte Roetgener Reistorte mussten wir nicht verzichten.

Gestärkt begaben sich die acht Vereinsmitglieder auf die Rückfahrt und waren sich einig, an diesem Tag erfolgreich den ersten Schritt zu einer neuen Auftrittskleidung getan zu haben. Der Anprobetermin für das gesamte Orchester wurde auf eine Probe im Januar gelegt, und es herrscht Zuversicht, dass das Orchester eventuell schon bei Auftritten im kommenden Jahr, spätestens aber bei seinem großen 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2021 hervorragend gekleidet und für alle Auftritte gewappnet sein wird.

Fotos: L. Hoe., Text: Li. R.:, 14.10.2017

„Schnuppertag in Kall

Vorstand und Orchester hatten beschlossen, wieder einmal zu einem „Schnuppertag“ einzuladen – diesmal in Kall am 24. September 2017. Unglücklicherweise achtete niemand darauf, dass an diesem Tag die Bundestagswahl und in Kall die „Herbstschau 2017“ stattfinden würden.

Mit gemischten Gefühlen waren die meisten von uns losgefahren, und als sich unsere vollgepackten Wagen durch das Heer der Marktbesucher zwängten, wären einige am liebsten wieder umgekehrt. Das Kaller Pfarrheim dagegen gefiel uns gut: Viel Platz für das Orchester und in einer Ecke eine gemütliche Cafeteria, deren Theke sich mit den von einigen Damen mitgebrachten Kuchen und Getränken füllte.

Die Zahl der Gäste war überschaubar: 5 Damen verfolgten unser Spiel oder ließen sich von Hans Fellbach, unserem 1. Vorsitzenden, Fragen zum Orchester beantworten. Eine Mutter erklärte ihren beiden Kindern unser Spiel und zeigte ihnen, wie sie auf den überlassenen Percussion-Instrumenten den Rhythmus beibehalten könnten. Walid, ein kleiner Migrant, schaute mit großen Augen auf das Schlagzeug und erzählte dem Drummer, dass er in einer Caritas-Musikgruppe mit trommele, worauf er selbstverständlich zeigen durfte, was er schon kann. So war unser Orchester am „Schnuppertag“ auch integrativ tätig.

Die Vorträge des Orchesters kamen bei den zuhörenden Damen gut an, obwohl die Akustik des Raumes nicht die beste war und unser Dirigent Ulrich Bleck fehlte, weil er seinen staatsbürgerlichen Verpflichtungen als Wahlhelfer nachkommen musste. Da die Orchesterstimmen nicht vollständig besetzt waren, beschränkten wir uns überwiegend auf modernere Stücke: Les Enfants du Pirée (Manos Hadjidakis); Reality (Jeff Jordan/V. Cosma), Rumba (Dieter Kreidler), Russischer Tanz (Theo Ritter) und Tico Tico (Zequina de Abreu).

In den Spielpausen luden wir auch die Gäste zu Kaffee und Kuchen ein. So kamen unsere Besucher mit den Spielerinnen und Spielern ins Gespräch.

Unser „Schnuppertag“ endete mit der Feststellung, dass kaum beim Orchester geschnuppert wurde, sondern überwiegend am Kuchenbuffet.

Fotos: IL, Text: KPL, 24. Sept. 2017

Wandertag 2017

Spielleiterin Vera Schmidt und ihr Mann Sepp hatten wieder zum jährlichen Wandertag eingeladen – diesmal aber ohne Planwagen, Quad oder sonstige neuzeitliche Beförderungsmittel. Treffpunkt war um 10:20 Uhr am Bahnhof Kall-Urft. Knapp zehn Wanderinnen und Wanderer waren vor Ort. Sehr erfreulich war, dass unter den Anwesenden einige junge Mitspielerinnen und Mitspieler aus der Abteilung U 30 dabei waren.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es dann los: Vom Bahnhof Kall-Urft wanderten wir entlang des Mühlengrabens, vorbei an „Haus Dahlbenden“, immer längst der Urft in Richtung Kall-Sötenich. Als unsere beiden Wanderführer auf den Aussichtspunkt hoch oben im Walde, nahe der Feste „Stolzenburg“ wiesen, brach einigen von uns noch einmal der Schweiß aus, als sie sich daran erinnerten, wie mühsam wir vor zwei oder drei Jahren dort hinaufgeklettert waren. Weiter ging es nach Sötenich, wo wir auf dem Marktplatz einen kleinen Imbiss einnahmen und dabei die Vorbereitungen für die Eröffnung der „Großen Kirmes“ am Samstagabend beobachten konnten. Die katholische Pfarrkirche „St. Matthias“ war unser nächstes Ziel. Man kann davon ausgehen, dass der Ort schon zur Römerzeit besiedelt war. Das ursprüngliche Gemeindeleben fand in der Kapelle „Suetenich“ statt. Ende des 19. Jahrhunderts riss man die Kapelle bis auf den Chor ab und baute daran ein neues Schiff mit Westturm.


Am Ortsrand von Sötenich steht eine Stele mit Hinweisen zu Städten auf allen Kontinenten. Gerne wären wir nach Rom gegangen, Zeit und Mittel ließen dies leider nicht zu. Deshalb entschieden wir uns, über den „Heuweg“, vorbei am „Hubertushof“ zu unserem ursprünglichen Ziel Keldenich zu wandern.

Das bisher heitere Wetter wurde zusehends schlechter und wir immer schneller. Trotzdem verloren wir den Wettlauf: knapp 500 Meter vor dem Ziel begann es wie aus Eimern zu schütten und Hagelkörner prasselten auf uns nieder. Wer keinen Schirm dabei hatte, wurde nass bis auf die Haut. Mehr oder weniger durchnässt erreichten wir Veras und Sepps Blockhütte, in der es angenehm warm war. Auch draußen wurde es wieder wärmer, nachdem die Sonne zum Vorschein kam. Die etwas Abgehärteten (zu 99% Männer) nahmen vor der Hütte Platz, während unsere Damen die wohlige Wärme in der Hütte genossen.

Nach und nach trafen auch die „Fußkranken“ ein, die aus medizinischen Gründen auf die Wanderung leider hatten verzichten müssen. Es folgte – wie seit Jahren gewohnt – ein äußerst gemütlicher und lustiger Nachmittag mit süßen Häppchen, delikaten Salaten und knusprigem Braten – mit den dazu passenden Getränken.

Mit dem Busunternehmer hatten wir die Rückfahrt nach Kuchenheim für 21:00 Uhr vereinbart. Augenscheinlich galt in diesem Unternehmen bereits die „Winterzeit“, da der Bus mit einer Stunde Verspätung vorfuhr. Todmüde, mit vollen Mägen, aber sehr zufrieden wurden wir in der Nähe unserer Haustüren abgesetzt. Und noch beim Einschlafen mögen viele gedacht haben: „Was für ein Supertag – danke Vera, danke Sepp!!!“

Fotos: LH, JSch, IL, Text: VS, UBk, KPL, 9. Sept. 2017

Musik verbindet

Seit einigen Jahren haben wir über unseren Dirigenten Ulrich Bleck Kontakt zum Mandolinen-Club Königsdorf. Im Laufe der Zeit hat sich daraus eine schöne Musikerfreundschaft entwickelt, gewisser-maßen eine MSG – eine Mandolinen-Spiel-Gemeinschaft. Schon mehrfach haben wir uns bei personellen Engpässen gegenseitig unterstützt. So zum Beispiel bei unserem Konzert am 30. Oktober 2016 in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs in Kall Steinfeld. Und darum sind wir an diesem 3. September  zum Gegenbesuch hier. Gleiches gilt für den gemischten Chor, der aus dem Mandolinen-Club Königsdorf hervorgegangen ist.

Der Publikumsandrang zum heutigen Konzert war beeindruckend! Nicht nur in den Kirchenbänken saßen die Gäste dicht gedrängt, bis zum Konzertbeginn mussten immer noch Stühle beigestellt werden. Trotzdem war die Akkustik in diesem Kirchenraum hervorragend. Ulrich Bleck, der die zwei Orchester leitet, hatte aus beiden Repertoires ein sehr gefälliges Programm zusammengestellt, das von der Klassik bis zur Moderne reichte - mit Schwerpunkt auf zeitgenössischen Film- und Musicalwerken. Puccinis „Oh, mio Babbino caro“, von unserer Sängerin Inga vorgetragen, ließ eine erste Gefühlswoge aufsteigen, die in einem begeisterten Applaus endete.

Zu beobachten war, dass sämtliche vom Chor dargebotenen Lieder großen Anklang im Publikum fanden. Das wunderschöne Marienlied „Es blüht der Blumen eine“ rührte insbesondere die älteren Besucher fast zu Tränen, während etwa die „Capri-Fischer“ oder „Eviva Espana“ bei den Jüngeren rhythmische Reaktionen auslösten. Ganz besonders zu Herzen ging das letzte Lied, mit dem sich die beiden Orchester und der Chor von den Zuhörerinnen und Zuhörern verabschiedeten: „Kutt jot heim“. Eine liebenswerte Art, allen eine gute Heimfahrt zu wünschen.

Festzuhalten ist, dass Dirigent Ulrich Bleck einige der gespielten Stück arrangiert hat oder an den Arrangements beteiligt war, und dass Matthias Quadt, der Vorsitzende des Mandolinen-Clubs Königsdorf, gekonnt und voller Elan den Kontrabass zupfte. Ehre, wem Ehre gebührt!

Noch eine Zeit lang drängten die Gäste zur Bühne, um dort zu schauen oder die Musiker und Sänger zu befragen. Dabei wurde vielfach der Wunsch geäußert, dass diesem Konzert noch weitere folgen mögen! Falls der Mandolinen-Club Königsdorf diesen Wunsch  aufgreift: Das Mandolinen-Orchester Kuchenheim könnte  wieder dabei sein, denn auch uns hat es richtig gut gefallen!

Fotos: IL, RL, Text: KPL, 3. Septemberr 2017

 Zwei Vereinsmitglieder gaben sich das „Ja-Wort“

Denn, wo das Strenge mit dem Zarten, wo Starkes sich und Mildes paarten, da gibt es einen guten Klang (Das Lied von der Glocke).

Obwohl Friedrich von Schiller das Hochzeitspaar dieses 29. Julis 2017 nicht gekannt hat, scheinen diese Zeilen wie gemacht für unsere Mitglieder Inga und Harald. Beide lieben sie Musik und nehmen gern ihre Instrumente zur Hand. Aber nicht nur wegen des Musikalischen genießen sie Sympathien im Orchester, sondern auch wegen ihrer Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit sind sie allseits beliebt. Und so kam es, dass bis auf die wenigen „Urlauber“ alle Mitspielerinnen und Mitspieler an der kirchlichen Trauung des Paares teilnahmen. Im Anschluss an diese Feier hielten die Mitglieder des Orchesters vor der Kirchentüre einige Überraschungen  für die Frischvermählten parat: Nachdem die zunächst ein Ehren-Spalier aus Mandolinen und Gitarren durchschritten hatten, mussten sie danach ein Herz aus einem großen weißen Laken ausschneiden, und Harald konnte seine Inga jetzt durch diese Öffnung tragen. Als die beiden gemeinsam noch einen armdicken Baumstamm zersägt hatten, stand fest, dass das Paar auch notwendige handwerkliche Fähigkeiten besitzt. Zum Lohn für diese Anstrengungen kredenzte unsere Spielleiterin Vera Schmidt den beiden je ein Glas Sekt.

Da wir unser Ständchen für das Ehepaar erst später im Dorfgemeinschaftshaus Palmersheim vortragen sollten, hatte Berti Fellbach, die Frau des 1. Vorsitzenden, das Orchester zu Kaffee und Kuchen eingeladen, sodass wir dort zwei lecker/lustige Stunden verbringen konnten.

Vier Titel hatten Inga und Harald als „Ständchen“ gewünscht: „Recuerdos de la Alhambra“ von Francisco Tàrrega, „Reality“ von Jeff Jordan/VL. Cosma sowie “Les Enfants du Pirée“ (Die Kinder von Piräus) von Manos Hadjidakis und als Zugabe „Tico-Tico“ von Zequinha de Abreu. Bei diesem Stück ging, wie man so sagt, „die Post ab“, als unser Dirigent Ulrich Bleck das Tempo nach und nach forcierte und damit das Hochzeitspaar und die Gäste zu rhythmischem Klatschen animierte. Somit waren alle Beteiligten zufrieden.

Liebe Inga, lieber Harald, der Vorstand und die Spielerinnen und Spieler des Mandolinen-Orchesters Kuchenheim gratulieren Euch zu Eurer Hochzeit und wünschen Euch Glück und Segen auf Eurem gemeinsamen Lebensweg – getreu Eurem Wahlspruch:

Wo Du hingehst, da will auch ich hingehen;
wo Du bleibst, da bleibe ich auch.

Fotos: IL, Text: KPL, 29.07.2017

Ein verlängertes Wochenende mit viel Applaus

Das zweite Juliwochenende 2017 hatte es in sich. Für die Spieler unseres Orchesters standen  gleich zwei Auftritte auf dem Plan. Bei beiden Auftritten, am Freitag, dem 07.07. beim Festkommers des Männergesangsvereins in Vussem und am Sonntag, dem 09.07. bei der „Burgenrundfahrt“ und dem gleichzeitigen Dorffest an der Kuchenheimer „Mottenburg“, wollten wir uns natürlich optimal präsentieren.

Für die Spielerinnen und Spieler begann das musikalische Wochenende bereits am Donnerstagabend mit der Generalprobe in Vussem. Nach einigen organisatorischen Mängeln im Vorfeld zu beiden Veranstaltungen wurde zur Sicherheit die Generalprobe für den Festkommers gemeinsam mit dem Männergesangsverein in Vussem, also vor Ort und mit allen Beteiligten durchgeführt. Dies ist eigentlich nicht üblich, war aber für beide Veranstaltungen dienlich. So konnten alle Musikstücke noch mal angespielt und die Darbietungsfolge festgelegt werden. Auch die Abstimmung mit dem Dirigenten des Männergesangsvereins ergab einige Erkenntnisse, die es zu beachten galt. Nicht zuletzt lernten wir die Örtlichkeiten kennen, was am Freitag während des Festkommerses die Abläufe erleichtern sollte.

Beim Festkommers am Freitag lief dann alles wie am Schnürchen. In der Pause wurde, wie vereinbart, die Bühne umgerüstet, und wir konnten unser Programm darbieten. Der Zuschauerraum war bis auf den letzten Platz besetzt, und die Gesamtatmosphäre war trotz großer Hitze super. Das Publikum applaudierte kräftig. Nach der letzten Zugabe, die unsere liebe Inga mit ihrer schönen Stimme gekrönt hat, waren alle Zuhörer “hin und weg“. In Vussem haben wir sicher neue Freunde für unser Orchester gewonnen. Es war ein gelungener Auftritt, bei dem als Highlight nur noch der ein oder andere Tusch unseres Schlagzeugers fehlte.

Nach dem Ruhetag am Samstag ging es am Sonntag um 14:00 Uhr anlässlich der „Burgenrundfahrt und des Dorffestes in Euskirchen-Kuchenheim in der Mottenburg weiter. Hier erwartete uns ein „Heimspiel“, bei dem in der Regel viele Freunde und Fans den Zuschauerraum füllen. Die dargebotenen Musikstücke waren mit dem Programm von Vussem nahezu identisch. Pünktlich um 14:00 Uhr starteten wir mit unserem Programm. In dem lichtdurchfluteten Raum, der seinem Namen „Mottenburg“ nicht verdient hat, waren alle Zuschauerplätze besetzt. Erstmals übertrug das Orchester mithilfe der neuen Musikanlage und Stefans technischem Knowhow das Konzert nach draußen. Die Wirkung war phantastisch. Viele Besucher des Dorffestes und Radler der Euskirchener Burgenfahrt hielten inne, lauschten unsere Musik oder standen fasziniert im Türrahmen. Der Applaus war großartig.

Das Orchester hat mit seinem Konzert zu einem schönen Fest beigetragen und dabei gleichzeitig neue Freunde und Fans gewonnen.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle beim Mandolinenorchester Königsdorf für die tatkräftige Unterstützung.

Text: HMN, Fotos: KB, StS - 10. Juli 2017

Eine ungewöhnliche - in dieser Form nicht erwartete - und hoffentlich so nie wiederkehrende Orchesterprobe

Donnerstag, 1. Juni, 19:45 Uhr: Geplanter Beginn der wöchentlichen Orchesterprobe. Um 19:30 Uhr erscheint der Schlagzeuger des Orchesters nach einem 3-wöchigen Urlaub wieder zur Probe. Normalerweise verfügt er über die Schlüssel für das Pfarrheim und den Instrumenten-Raum. Für die Zeit seiner Abwesenheit hatte er einem anderen Spieler  die Schlüssel übergeben. Nun stand er vor dem verschlossenen Pfarrheim wie ein begossener Pudel und tigerte vor dem Gebäude auf und ab. Weitere Spielerinnen und Spieler erschienen und auch unsere Spielleiterin, trotz ihres Geburtstages.

Auf die ständige Frage: „Hast Du die Schlüssel?“, immer wieder heftiges Kopfschütteln. Unser Dirigent stieg beschwingt aus seinem Wagen. Und wieder die bewusste Frage, danach folgerichtig das Kopfschütteln. Wenige Fragen genügten ihm, den Schuldigen zu ermitteln. Eine Mitspielerin, die auch noch in einer anderen Gruppe im Pfarrheim mitarbeitet, hatte den Schlüssel zu einem Kellerraum und zur Toilette (sehr wichtig!) dabei. „Wir versuchen, das Beste daraus zu machen“, bestimmte unser Dirigent: Ein zentnerschwerer Steintisch ersetzte das Dirigentenpult, die Notenblätter wurden auf Stühle gelegt oder am Vordermann bzw. der Vorderfrau befestigt; ein Mandolinen-Koffer diente als behelfsmäßiges Schlagzeug. Das Positive an dieser Art des Probens: Wenn Sequenzen oder Passagen nicht klappten, konnte man als Entschuldigung auf die misslichen Verhältnisse hinweisen.

Einhellige Meinung aller Anwesenden war jedoch, der Verursacher dieser Bredouille sei seinen Mitspielerinnen und Mitspielern zu einer Entschädigung verpflichtet. Dies wird jedoch, so fürchte ich, das Budget des Taschengeld-Kontos sprengen.

Text: KPL, 01.06.2017

Erneut ein Auftritt in der „Eifelhöhen-Klinik“ in Nett.-Marmagen

Genau genommen sind wir zum fünften Mal in der Marmagener Klinik. Wenn das so weitergeht, können wir dort bald unseren zweiten Wohnsitz anmelden. Nach der Ankunft schockierte uns Spielleiterin Vera Schmidt mit der Information: “Unsere beiden Sängerinnen sind heute Abend leider nicht dabei!“ Betroffenes Schweigen. Rund ein Viertel der vorgesehenen Stücke soll entfallen - Unmöglich!

Unser Dirigent Ulrich Bleck ist nicht nur ein guter Dirigent, er hat auch einen hellen Kopf: „Dann spielen wir diese Stücke eben ohne Gesang“. Ob das wohl gut geht, war die unausgesprochene Frage. Vera Schmidt übernahm mit ihrem Akkordeon die Singstimmen, und siehe da: Es ging gut – sogar besser als erwartet!!! Nach einer kleinen Unsicherheit zu Beginn klang es dann, den Raum füllend: „O! mio babbino caro“, „Ave Maria“ und „Abendsegen“ (Abends, wenn ich schlafen geh‘). Die Gäste applaudierten begeistert. Wenn die gewusst hätten, wie wundervoll die drei Stücke erst mit Gesang klingen …

Mit dem weiteren Konzert konnten wir sehr zufrieden sein. Die Zuhörerinnen und Zuhörer waren es auch. Um dem Ausdruck zu verleihen, „ertrotzten“ sie drei Zugaben. Nach dem Konzert wurden wir von einigen nicht mehr ganz jungen Herren angesprochen. Die erzählten, dass sie im Mandolinenverein Heimbach spielen würden. Sie hätten schon mehrere unserer Konzerte besucht und seien jedes Mal mehr als zufrieden gewesen. Vielleicht sollte unser Vorstand einmal Kontakt mit deren Orchester aufnehmen und ausloten, ob etwas Gemeinsames mit diesen Mandoli- nenfreunden möglich sein könnte.

Auch zum Abschluss des Abends gab es wieder eine Negativ-Nachricht: Der für das Unterhaltungsprogramm der Klinik zuständige Mitarbeiter geht Mitte des Jahres in Rente. Wollen wir hoffen, dass das kulturelle Angebot der Eifelhöhen-Klinik auch danach fortgesetzt wird, und die Patienten ein paar unbeschwerte Stunden erleben können. Und auch für uns wäre das schön, denn wir freuen uns immer wieder auf ein kleines Konzert in der Eifelhöhen-Klinik und auf das dankbare Publikum dort.

Dirigent Ulrich Bleck dankte den Anwesenden für ihr diszipliniertes Zuhören, und er wünschte den Rekonvaleszentinnen und Rekonvaleszenten auch im Namen des Orchesters eine Steigerung ihres Wohlbefindens und eine baldige Heimkehr.

Fotos: MF, Text: KPL, 23.03.2017

Jahreshauptversammlung 2017

Ein Höhepunkt im Vereinsleben ist jedes Jahr die Mitgliederversammlung. So auch an diesem Freitag, der Gott sei Dank kein 13. war, sondern der 3. Februar 2017. Vorsitzender Hans Fellbach eröffnete die Versammlung um 19:40 Uhr mit einem aggressiven Läuten der Sitzungsglocke. Von den 128 Vereinsmitgliedern waren 22 anwesend, was mit 17,2% einen Tiefstand in der Teilnehmer-Statistik bedeutet. Hans Fellbach begrüßte die Anwesenden und bat sie, sich zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder zu erheben und insbesondere des in 2016 verstorbenen Mitglieds Leo Hennes zu gedenken.

Der nächste Punkt der Tagesordnung war weitaus angenehmer. Galt es doch, langjährige Mitglieder zu ehren: für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit Herbert Diedrich, Hans-Martin Pütz und Hubert Wahls und für 40 Jahre Heinz-Josef Kremp, der wegen einer Reha-Maßnahme die Urkunde nicht persönlich in Empfang nehmen konnte. Frau Margareta Schmitz (25 Jahre Mitglied) hatte sich für diesen Abend leider entschuldigt, sodass der Vorsitzende ihr die Urkunde später überreichen wird. Alle Anwesenden erwarteten jetzt, dass in der Tagesordnung fortgefahren werde.  Doch die 2. Vorsitzende Inga Bell, die den Jubilaren ihre Ehrenurkunden überreicht hatte, bat um einen Augenblick Geduld: Es gelte jetzt, einen Mann zu ehren, der seit 65 Jahren Mitglied des Mandolinen-Orchesters Kuchenheim sei und seit 45 Jahren auch dessen 1. Vorsitzender. Das bedeute: Insgesamt 110 Jahre intensiver Arbeit für den Verein – eine fast unglaublich erscheinende Zeitspanne, die Dankbarkeit und Anerkennung verdiene! Und der Mann, der dieses Pensum zu seiner Lebensaufgabe gemacht habe, sei Hans Fellbach. Der so Geehrte war sichtlich gerührt und nahm in freudiger Erregung seine Urkunde in Empfang.

Nun nahte die Stunde unserer neuen Geschäftsführerin Hedwig Müller-Neimann. Mit engagierten Worten fasste sie die Ereignisse des vergangenen Jahres zusammen und betonte, dass das Orchester sich nach Meinung vieler Zuhörerinnen und Zuhörer weiterentwickelt habe und dass infolge guter Kontakte zur Presse die Außendarstellung des Orchesters wesentlich habe verbessert werden können. Als Nächster trug Manfred Blum den Kassenbericht 2016 vor, aus dem hervorging, dass die finanzielle Basis des Vereins sich weiterhin günstig entwickelt hat. Dies bestätigten die beiden Kassenprüfer Trude Bohne/Harry Meixner und bescheinigten dem Vereinsvorstand einen verantwor-tungsvollen Umgang mit den Finanzen des Vereins. Daraufhin erteilten die Anwesenden einstimmig (bei Enthaltung des Vorstands) dem Kassenwart und dem Vorstand uneingeschränkte Entlastung für das Rechnungsjahr 2016. Aufgrund des informativen und sehr präzisen Prüfberichts wurden die Kassenprüfer wiedergewählt. Anträge aus dem Mitgliederkreis lagen nicht vor. Die geplanten Veranstaltungen 2017/18 können auf der Homepage unter dem Button „Termine“ eingesehen werden. Der nächste Tagesordnungspunkt gab Gelegenheit zur Diskussion mannigfacher Themen: „Schnuppertag“, um das Interesse neuer Mitspieler zu wecken, dann auch, ob wieder einmal ein Grillfest stattfinden solle, oder die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit dem neugegründeten „Bürgerverein Kuchenheim“, um nur das Wichtigste zu nennen.

Kurz nach 21:00 Uhr beendete Hans Fellbach offiziell die Mitgliederversammlung – nicht ohne den Kassenwart zu beauftragen, die heiß gelaufenen Stimmbänder der Teilnehmer mit einer „Runde“ zu kühlen.

Resümee: Es war eine Mitgliederversammlung mit durchdachten Wortmeldungen, teilweise gegensätzlichen Meinungen – aber in der Diskussion  immer sachlich und fair. So wie wir das bei unserem Verein gewohnt sind!

Fotos u. Text: KPL, 03.02.2017

"Lasst uns lauschen!"
(Ein nachweihnachtliches Konzert in der Kuchenheimer Pfarrkirche)

Die Weihnachtszeit (Weihnachtsfestkreis) endet in der Kath. Kirche mit dem Fest „Taufe des Herrn“, das am Sonntag nach dem Dreikönigstag gefeiert wird. Dieser 8. Januar 2017 war somit die letzte Gelegenheit für uns, noch einmal weihnachtliche Weisen in der Nikolauskirche zu spielen. Dabei hofften wir, dass der Volksmund recht hat, wenn er behauptet: Das Beste kommt immer zum Schluss!

Die bange Frage, ob das Wetter wohl eine pünktliche Anreise von Musikern und Publikum zuließe, beantwortete sich dergestalt, dass die Spielerinnen und Spieler vollzählig und pünktlich zum „Einspielen“ zur Stelle waren und die Zuhörerinnen und Zuhörer bereits gegen 16:30 Uhr den Kirchenraum fast bis auf den letzten Platz gefüllt hatten.

Vorsitzender Hans Fellbach begrüßte die Schar der Gäste mit großer Freude – ganz besonders herzlich jedoch die Vorsitzenden von zwei befreundeten Orchestern: Matthias Quadt mit Gattin Hanne vom Mandolinenclub Königsdorf sowie Bernie Pütter mit Gattin Erna vom Mandolinen- und Gitarrenorchester Stockum aus dem Sauerland.

Das Konzertprogramm, das wir innerhalb weniger Wochen unter großem Zeitdruck erarbeitet hatten, begann in Venedig und führte über Tschaikowsky, Bach, Schumann, Humperdinck, um nur einige der Komponisten zu nennen, allmählich in die Winterzeit. Die Zuhörerinnen und Zuhörer applaudierten lautstark, und vor allem jene Stücke, in denen einige unserer jungen Spielerinnen und Spieler mitsangen, quittierten sie mit lang anhaltendem Beifall.

Mit der „Weihnachtsouvertüre“, die von den Anwesenden mit stürmischem Applaus bedacht wurde, ging es noch einmal in die Weihnachtszeit. Das Publikum folgte da nur zu gern der Aufforderung unseres Dirigenten Ulrich Bleck, mitzusingen oder mitzusummen. Ganz besonders das alte rheinische Weihnachtslied „Lasst uns lauschen, heilige Engel“ berührte die „Älteren Herrschaften“ sichtlich. Zuletzt – die Lampen erloschen und die Kerzen wurden angezündet – sangen alle gemeinsam das Weihnachtslied:  „Stille Nacht“. Die Empathie im Kirchenraum war spürbar.

Die Frage vom Anfang, ob der Volksmund recht hat mit seiner Behauptung, beantworteten die Besucher auf eindeutige Weise!

Gäste und Musiker ließen den schönen Nachmittag im Pfarrheim mit einem Becher Glühwein und einem kleinen Häppchen ausklingen.

Fotos: IL, Text: KPL. 08.01.2017