Archiv - 2007

(Nach)weihnachtliches Konzert

in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Kuchenheim

Obwohl - oder vielleicht auch gerade weil - in diesem Jahr liturgisch der Weihnachts-festkreis am 7. Januar endete, hatte das Mandolinen-Orchester Kuchenheim für diesen Tag zu einem (nach)weihnachtlichen Konzert eingeladen.

Die Orchestermitglieder trafen sich um 14.00 Uhr in der (leider etwas frostigen) Kirche zur Generalprobe. Trotz der für eine Generalprobe üblichen, ja zwangsläufigen „Patzer“ schien Dirigent Ulrich Bleck nicht ganz unzufrieden mit den Leistungen und beendete kurz nach 16.00 Uhr mit dem Eintreffen der ersten Konzertbesucher die Probe. Unsere „Guten Seelen“, die MÜV-Damen, hatten im Pfarrheim für Kuchen und eine Tasse Kaffee gesorgt und achteten danach peinlichst darauf, dass ihre männlichen Mitspieler auch korrekt gekleidet zum Konzert antraten. Nach einem festlichen Geläute (alle 4 Kirchenglocken waren in Schwung!) begrüßte Hans Fellbach die zahlreichen Gäste sowie Pastor Peter Berg, den „stellvertretenden Hausherrn des Gotteshauses“, in der inzwischen warmen Kirche.

Danach ging es los: Das erste Stück, die „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel war eine Rückbesinnung auf die Silvesternacht und auch das folgende Stück „La festa splendora“ rief nochmals die hinter uns liegenden festlichen Tage in Erinnerung. Danach wurde es etwas elegisch mit der spanischen Ballade „Hijo de la Luna“, die von der aus-sichtslosen Liebe des Mondsohnes zur Tochter der Sonne erzählt, wie Dirigent Ulrich Bleck zur Einführung in das Stück formulierte. Feierlich ging es weiter mit Konrad Wölkis Adagio maestoso aus seiner Komposition „Die Heimreise“, in dem die Solostimme des Akkordeons (mit einem sehr schön gewählten Register) zart und sehnsuchtsvoll klang, und mit dem „Abendsegen“ aus der Humperdinck-Oper „Hänsel und Gretel“.

Auch das nächste Stück war ein Genuss: Aus einer Oper von Giacomo Puccini sang Inga Bell „Oh! Mio babbino caro“, eine Hommage an “mein liebes Väterchen”. Ihre glocken-helle Stimme, einfühlsam begleitet vom Orchester, ging nicht nur den Gästen unter die Haut, sondern rührte auch Vater Bell fast zu Tränen.

Mit „Mormorio del Mare“, dem Rauschen des Meeres, wurde es danach sehr dynamisch. Man meinte förmlich, das leise Rauschen des Meeres mit einer leichten Brise zu spüren und die Steigerung der Naturgewalt zu erleben bis hin zu einer gewaltigen Entladung von Blitz und Donner (deutlich gemacht durch den zischenden Klang des großen Crash-Beckens und den dumpfen Klang der großen Trommel des Schlagzeugs). In dem nachfolgenden Beitrag, dem „Largo“ aus der Oper Xerxes von Georg Friedrich Händel, führte das Orchester die Zuhörerinnen und Zuhörer wieder in eine ruhige Phase, ebenso wie danach die Youngster des Orchesters Inga Bell und Michael Blum (Mandoline) sowie Ulrich Blum (Orgel). Zusammen mit der dezenten Unterlegung durch das Schlagzeug spielten sie das „Ave Maria“ von Bach/Gounod, wofür das begeisterte Publikum mit frenetischem Beifall dankte.

Der letzte Teil des Konzerts war ausschließlich der weihnachtlichen Musik gewidmet. Er begann mit dem weltbekannten „White Christmas“, dessen Text zwar nicht allen Besuchern geläufig war, die Melodie aber von den meisten leise mitgesummt wurde. Dirigent Ulrich Bleck hatte schon zuvor alle zum Mitsingen oder Mitmachen aufgefordert. Die „Weihnachtsklänge“, ein Medley aus einigen der schönsten Weihnachtslieder, sangen nicht wenige der Anwesenden mit solcher Inbrunst (selbst das verspätete „Stille Nacht“) mit, dass Ulrich Bleck alle 3 Strophen dieses Liedes spielen ließ.

Da der Nachmittag nicht zu besinnlich ausklingen sollte, verabschiedete sich das Orchester sehr rhythmisch mit Hufgetrappel, Schlittenglocken und dem Ohrwurm „Jingle Bells“. Die Besucher begleiteten das Stück mit rhythmischem Klatschen, das nach dem letzten Ton in lang anhaltenden, begeisterten Applaus überging.

Dirigent und Orchester waren über diesen Beifall sehr erfreut, ebenso wie über die Tatsache, dass nach dem Konzert aus der Menge der Zuhörer Elke Limbach, die ehemalige Dirigentin, sowie einige Mitglieder des Mandolinen-Orchesters Königsdorf, mit dem wir Anfang November des vergangenen Jahres ein sehr schönes und erfolgreiches Konzert gegeben hatten, nach vorn kamen, um uns zu diesem schönen Erfolg zu beglückwünschen. Das Sahnehäubchen allerdings setzte ein mehr als zufriedener 1. Vorsitzender, indem er die Mitwirkenden und ihre Partner zu einem gemütlichen Bierchen ins Vereinslokal einlud.

Was wollten die erschöpften Akteure noch mehr?

Text: KPL, Fotos: AC, 07.01.2007

Jahreshauptversammlung

Der Verein wird älter, der Vorstand jünger!

133 Mitglieder des Mandolinen-Orchesters 1921 Kuchenheim e.V. hatte der Vorstand zur Jahreshauptversammlung am 19. Januar 2007 eingeladen; leider nur 24 von ihnen konnte Hans Fellbach, der 1. Vorsitzende, an diesem Abend begrüßen. Trotzdem – so darf man vorwegnehmen – war es eine lebhafte und für die Zukunft des Vereins wichtige Versammlung.

Zunächst bat der Vorsitzende um ein stilles Gedenken für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Josef Engel und Hedwig Kau. Anschließend informierte die Geschäftsführerin in einem kurzen Jahresrückblick über wichtige Geschehnisse: unter anderem, dass das Orchester trotz des Dirigentenwechsels zum 01.04.2006 sieben Auftritte absolviert habe, und dass zur Zeit 4 Schülerinnen und Schüler ausgebildet würden.

Kassenwart Manfred Blum gab einen prägnanten Bericht über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Vereins, die beiden Kassenprüfer Heinz Loben und Hubert Wahls bestätigten ihm eine exzellente Arbeit und dem gesamten Vorstand einen verant-wortungsvollen Umgang mit den Finanzmitteln und den Vermögenswerten des Vereins. Entsprechend dem Vorschlag der Prüfer erteilten die anwesenden Mitglieder dem Vorstand einstimmig Entlastung für das Geschäftsjahr 2006. Damit endete die Amtszeit des bisherigen Vorstands.

Danach stand die Neuwahl des gesamten Vorstands auf der Tagesordnung. Hubert Wahls leitete die Wahl für das Amt des 1. Vorsitzenden. Obwohl Hans Fellbach meinte, mehr als 40 Jahre Verantwortung in der Vereinsführung seien genug, drängten ihn die Anwe-senden, seine verdienstvolle Tätigkeit noch nicht aufzugeben, und wählten ihn ein-stimmig für weitere 3 Jahre zum 1. Vorsitzenden. Da der bisherige 2. Vorsitzende, Walter Müller, nicht mehr kandidierte, wurde auf Vorschlag von Hans Fellbach mit Daniel Semroch-Loben (rechts) einer der Jüngeren zum 2. Vorsitzenden gewählt, um ihm die Möglichkeit zu geben, sich in die Aufgaben der Vereinsführung einzuarbeiten. Weiter wurden einstimmig gewählt: Marlies Sander (Geschäftsführerin), Manfred Blum (Kassenwart), Angelika Gehrke (Archivarin), Vera Schmidt (Spielleiterin) und Sepp Schmidt (Beisitzer).

Durch diese Neuwahlen sinkt (wie in der Überschrift angedeutet) das Durchschnittsalter des Vorstands von bisher 58 Jahren auf 52 Jahre. Bei soviel Jugend braucht man um die Zukunft des Vereins wahrlich keine Sorge zu haben!

Laut Hans Fellbach sind für 2007 in der Planung: Schnuppertag im Pfarrheim (voraussichtlich im Herbst), Weihnachtskonzert in Brühl (22.12.2007), kleines Konzert und Gottesdienstbegleitung in der Pfarrkirche (2. Weihnachtstag) und - wie Dirigent Ulrich Bleck erläuterte – evtl. die Mitgestaltung eines Gottesdienstes des Lourdes-Vereins in der Hohen Domkirche zu Köln. An geselligen Veranstaltungen sind ins Auge gefasst: Grillfest oder Ausflug (Sommer), Wandertag sowie Nikolausabend (01.12.2007). Die musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen soll weiterhin forciert werden, aber auch Freizeitaktivitäten für diese „Kids“ wollen Dirigent Ulrich Bleck und Ausbilderin Inga Bell anbieten (z.B. Skikurs, Klettern, Phantasialand). Was die Älteren allerdings zu der Überlegung berechtigt: Wo bleibt die Chancengleichheit für die Senioren?

Sichtlich zufrieden beendete der neue/alte Vorsitzende den offiziellen Teil und eröffnete mit einer „Runde“ für alle anwesenden Mitglieder den gemütlichen Teil des Abends, und nicht wenige von denen, die sein „Prost“ erwiderten, hatten das Gefühl, bei einem für den Verein zukunftsträchtigen Moment dabei gewesen zu sein.

Text: KPL, Fotos: AG, 19.01.2007

Stadtfest

Morgens um zehn Uhr standen Hans, Heinz und Hubert auf der Bahnhofstraße und bauten unseren Pavillon auf. Tische mit Flyern, Informationsbroschüren und unseren CDs, umrahmt von einigen Mandolinen, Mandolen und Gitarren. So wollten wir zeigen, dass es uns gibt! Und das ist uns auch recht gut gelungen. Zwischen Kinderkarussell und Bierbude war unser Stand zwar ein eher seltener Hingucker, doch die Beschallung mit Musik von unseren eigenen CDs zog dennoch die Ohren und Augen vieler Passanten an.

So führten wir auch viele Gespräche zum Thema Mandolinenorchester, Musikauswahl und Spielbetrieb. Noch einige Passanten mehr blieben stehen, als einige Spieler spontan Stücke wie „Spanish Eyes“, „One Moment in Time“ oder „Morgens um Sieben“ live vortrugen.

Dadurch verkauften wir immerhin einige CDs, hatten sogar eine Anfrage für einen Auftritt, und wer weiß, wer sich irgendwann einmal an uns erinnern wird und uns dann bucht oder auch Interesse bekommt, Mandoline oder Gitarre zu lernen und bei uns mitzuspielen. Unser Resümee: einige lange Stunden, die zwar nicht jeden Monat wieder sein müssen, aber dennoch Spaß gemacht haben und hoffentlich noch weitere positive Reaktionen nach sich ziehen.

Noch einmal einen Dank an alle Mithelfer!

Text: DSL, Fotos: AC, 28.04.2007

Grillfest

Bei schönstem Wetter trafen sich am Sonntag, 17. Juni, gut 50 Mitglieder und Freunde unseres Vereins zum gemeinsamen Grillen. In der Grillhütte in Roitzheim hat dieser Tag schon fast Tradition. Neben den üblichen Koteletts und Würstchen, die unsere Grill-meister Dieter und Sepp ab 11.00 Uhr für alle bereit hielten, hatten viele Mitglieder und Mitgliederfrauen Salate, Dips, Soßen und – für die süßen Schleckermäulchen – auch Kuchen und Sahne mitgebracht. Verhungern konnte also keiner (es sei denn, er war zu faul zum Futtern), verdursten aber auch nicht!

Hans Fellbach, unser 1. Vorsitzender, nahm das Grillfest zum Anlass, unserem lang-jährigen Freund Günter Ulhaas die Silberne Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft an die Brust zu heften (was dem Jubilar einen Schmerzensschrei entlockte). Die Dankesrede des Geehrten und das von Jakob Fleischhauer vorgetragene „Mandolinenlied“ wurden von den Zuhörerinnen und Zuhörern heftig beklatscht. Weitere musikalische Beiträge von Vera Schmidt, Albert Caster, Heinz Loben und Günter Ulhaas rundeten den Nachmittag ab.

Pastor Peter Berg, der kurz vorbeikam, um zu sehen, was „seine Mandolinen“ so anstellten, freute sich über die gute Stimmung der Anwesenden, die fröhlichen Spiele der Kinder und über ein jung verliebtes Paar, das – ganz mit sich selbst beschäftigt – durch die grünen Felder schlenderte.

Fazit: Es war wieder einmal ein gelungenes (Grill)Fest, bei dem nicht nur Musik, sondern vor allem Geselligkeit und Spaß im Vordergrund standen. Übrigens: Die Altersspanne der Teilnehmer ging von 3 Monaten bis knapp 80 Jahre – der Verein lebt durch seine Mit-glieder in allen Altersschichten.

Text: DSL, Fotos: AC, 17.06.2007

Besuch beim Seniorenclub

Zum 35-jährigen Bestehen des Seniorenclubs Kuchenheim hatte sich unser Orchester in die Reihe der Gratulanten eingereiht – natürlich angemessen mit einem bunten Melodien-strauß. Dirigent Ulrich Bleck und Spielleiterin Vera Schmidt hatten aus dem Repertoire des Orchesters ein breites Spektrum ausgewählt, das bei den fast 6 Dutzend Zuhörer-innen und Zuhörern begeisterten Anklang fand. Schon bei seiner Gratulation zu Beginn der Feier hatte Vereinsvorsitzender Hans Fellbach eine Überraschung angekündigt. Als dann die Spielerinnen und Spieler den Pfarrsaal betraten, ging ein Raunen durch den Raum. Ulrich Bleck stellte die einzelnen Titel kurz vor. Während bei dem feierlichen „Lobt den Herrn der Welt“ noch erwartungsvolle Stille herrschte, konnte man bei den folgenden Stücken „Spanish Eyes“ und „Morgens um 7“ sehen wie sich Köpfe und Fußspitzen im Takt bewegten.

Danach trug die Vorsitzende des Seniorenclubs, Frau Waltrude Reyher, ein amüsant-besinnliches Mundartgedicht über die „gute alte Zeit“ vor, das in seiner Quintessenz die Frage offen ließ: Geht es uns heute wirklich besser als unseren Großeltern in ihrer Zeit?
Musikalisch ging es weiter mit den „Irischen Segenswünschen“ und dem Stück „Die kleine Bergkirche“ mit der darin enthaltenen wunderschönen Ave-Maria-Sequenz. Beide Vorträge waren den meisten Anwesenden bekannt, und besonders Pastor Berg hatte seine helle Freude daran. Für die beiden letzten Stücke „Kölsch Milieu“ und „Minsche wie mir“ lud Ulrich Bleck zum Mitsingen und Mitschunkeln ein, und nach dem letzten Ton dankten die Seniorinnen und Senioren mit frenetischem Beifall und lautstarken Zugabe-Rufen.

Die herzliche Aufnahme und Verabschiedung des Orchesters durch die Anwesenden wird wohl dazu führen, dass wir beim „Fünfzigjährigen“ wieder dabei sein werden.

Text: KPL, Fotos: AC, 10.10.2007

Wandertag und Kuchen-Chaos

(oder: wat su alles passiere kann)

Fast jeder, der eine Veranstaltung plant, fürchtet „Murphys Gesetz“, das da (etwas frei formuliert) lautet: Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es auch schief – und das zum unmöglichsten Zeitpunkt! Und genau dies galt für den Wandertag des Mandolinen-orchesters am Samstag, dem 13. Oktober (deshalb: nie wieder einen Wandertag an einem 13. !!!).

Es begann damit, dass der leckere Zitronenkuchen, den eine der Spielerfrauen mit viel Liebe gebacken hatte, von ihrem schusseligen Ehemann auf dem Kuchenheimer Bahnhof stehengelassen wurde. Kaum im Zug, fiel einer jungen Spielerin ihr wunderbar ge-lungener Schokoladenkuchen aus der Kuchenschachtel (billiges Plagiat des Tupper-produkts) und rollte quer durch das Zugabteil, dessen Fußboden sich in einem Zustand befand, der meilenweit von allen durchschnittlichen Hygienevorstellungen entfernt war.

Noch viel schlimmer kam es am Zielbahnhof in Nettersheim: Weder unser sonst so zuverlässiger Wanderführer Sepp Schmidt noch der von ihm gesteuerte Traktor mit Planwagen waren am Bahnhof erschienen. Wie sich später herausstellte, war am Traktor ein Schaden aufgetreten, so dass der gute Sepp erst ein Ersatzfahrzeug besorgen musste und daher mit mehr als einstündiger Verspätung aufkreuzte.

Also ging es zu Fuß an der Urft entlang zum „Holzkompetenz-Zentrum“ Nettersheim, unserem ersten Programmpunkt. Nach einer kurzen Begrüßung vor dem Gebäude gestand der Vertreter des Zentrums kleinlaut, dass er vergessen hätte, den Vortragsraum rechtzeitig zu reservieren. Daher musste der Vortrag in einem ungeheizten, dunklen Raum mit unbequemen Stühlen stattfinden. Trotzdem erfuhren wir Interessantes über die Bedeutung des Holzes für die Wärmeerzeugung und den Wert der „Klanghölzer“ für die Herstellung von Musikinstrumenten. Hierbei gewannen wir die deprimierende Erkenntnis, dass die Qualität der eifeler Klanghölzer niemals für den Bau einer Stradivari ausreichen wird.

Da es inzwischen bereits auf Mittag zuging, gab es draußen in der wärmenden Sonne eine kleine Stärkung, und dann ging es endlich los. Voller Elan, aber auch um die kalten Füße wieder auf Temperatur zu bringen, verließen wir Nettersheim aufwärts in Richtung Rosental. Erst hier oben konnte man den herrlichen Rundblick genießen: die bunt gefärbten Eifelwälder, die unterschiedlichen Schattierungen der abgeernteten Felder und über allem ein blauer Himmel mit ein paar weißen Wölkchen.

Ein Panorama wie auf einer Ansichtskarte aus dem Urlaub! Unser Weg führte weiter durch das Rosental Richtung Mannenberghöhle, über den Düsterberg ins Königsfelder Tal, und dann lag nach gut 10 km Keldenich vor uns, wo wir den krönenden Abschluss nach den Strapazen und dem Stress dieses Tages erwarteten.

Unsere Wanderführer Vera und Sepp hatten das Gelände ihrer Ranch wieder top vor-bereitet: Der Rasen war gemäht, das Blockhaus geschrubbt und die Tische und Bänke in einer sonnigen Ecke aufgestellt. Nach einem köstlichen Kuchenbüfett (der in Kuchenheim vergessene Kuchen war zwischenzeitlich von einem Nachzügler mitgebracht worden) gab es für die Papas und Opas draußen ein kühles Bierchen, während die Damen sich im Blockhaus zu einem Schwätzchen und einem Gläschen zusammensetzten und die Jugend sich derweil mit Ballspielen amüsierte. Diese anstrengenden körperlichen Aktivitäten (sei es mit dem Ball oder mit dem Mund) führten dazu, dass sich alle mit gesundem Appetit auf das warm/kalte Büfett stürzten als die Hausherrin zum Abendessen bat.

Nachdem alle (mehr als) satt geworden waren, begannen die schönsten Stunden des Tages. Es wurde Feuerholz gesammelt, kunstvoll aufgeschichtet und dann von den beiden Holzmeistern Sepp und Uli feierlich angezündet. Da es den meisten Frauen leider (oder auch Gott sei Dank) draußen zu kühl war, nahmen nur die Abgehärteten in fröhlicher Runde am Feuer Platz. Es wurde gescherzt und sehr, sehr viel gelacht. Bei dieser tollen Stimmung fiel es überhaupt nicht auf, dass der Bus für die Heimfahrt mit einer halbstündigen Verspätung eintraf. Ein herzliches Dankeschön noch an Vera und Sepp für den gelungenen Tag, und dann ging es müde und satt, aber auch glücklich Richtung Heimat. Ein sichtlich zufriedener Hans Fellbach freute sich über die ausge-lassene Vereinsfamilie und hörte gern die anerkennenden Worte über die erfolgreichen Bemühungen des Vorstands.

Fazit dieses tollen Tages: Murphys Gesetz zum Trotz ist es ein wundervoller Tag geworden!

Text: KPL, Fotos: DG, 13.10.2007

Jugendübungsfahrt

10. bis 11. November 2007

Samstagmittag, 13 Uhr in Kuchenheim: Fünf Personen warteten; einer fehlte. Wo war nur Stefan? Ach ja, der hatte seine Jacke in Keldenich vergessen. Jetzt lief er sich ein bisschen warm, indem er um die Kuchenheimer Kirche joggte. Kurz danach saßen aber dennoch alle sechs Spieler im Auto und die Fahrt Richtung Hennef-Westerhausen konnte losgehen. Der Kofferraum war bis zum Rand voll gepackt mit Mandolinen, Gitarren und Essen!!! Auch von den „MÜV-Frauen“ des Kuchenheimer Mandolinen-Orchesters hatten wir noch ein Überraschungspäckchen mit reichlich Proviant bekommen. Somit konnten sich alle sicher sein: Verhungern würde keiner!

In Hennef angekommen nahmen wir gleich unsere Instrumente in die Hand und wenige Minuten später waren wir bereit zur ersten Probe mit Elke Limbach und ihrem Jugend-orchester „Pizzicato“.

Nach dieser intensiven Probe richteten wir unsere Wohnung, die praktischer-weise nur wenige Schritte von unserem Probenraum entfernt lag, häuslich ein und untersuchten eingehend unsere Umgebung. Danach ging es direkt zur nächsten Probe, bei der Elke schon über die Erstellung der ersten CD unseres Sextetts nachdachte. Es wurde intensiv für die Nikolausfeier des Orchesters geprobt. Anschließend bereiteten wir das Abend-essen vor.

Zwei Stunden und zwei Bleche Pizza später (unser Dank gilt Daniela, die den Teig und die Salatsoße für uns vorbereitet hatte) mussten wir nur noch abspülen und schon ging es zur dritten Probeneinheit, bei der wir das schon Erarbeitete perfektionierten. Außerdem zeigte Elke uns noch einige neue Stücke. So legten wir die Grundlage für weitere Auftritte des Jugendensembles.

Schließlich wechselten wir unseren Standort von Elkes Probenraum in unser Wohn-zimmer, wo Elke uns einen Intensivkurs im Plektronschleifen gab. In Zukunft werden wir dafür also keine Hilfe mehr brauchen! Nach einer nervenaufreibenden Runde UNO EXTREM fielen alle erschöpft und mit wundgespielten Fingern in ihre Betten.
Sonntagmorgen, 8.00 Uhr: Aufstehen, Zähneputzen, Frühstücken! Obwohl zunächst alle etwas verschlafen am Tisch gesessen hatten, entbrannte wenig später ein Wettessen zwischen Daniel und Stefan, deren Butterbrotkreationen immer abenteuerlicher wurden. Das Ergebnis dieses verbissenen Wettkampfes: ein klares Unentschieden!

Und schon rief uns die nächste Probeneinheit an unsere Instrumente zurück. Zuerst stand natürlich das exakte Stimmen der Arbeitsgeräte an, das auch von den jungen Spielern eigenhändig in Angriff genommen wurde. Nachdem wir für die erfolgreiche Fortsetzung unserer Mandolinisten-Karriere wieder hart gearbeitet hatten und Elke einige kleinere Haltungsfehler korrigiert hatte, war unsere Probeneinheit leider viel zu früh schon wieder zu Ende.

Alle packten mit an, um unsere sieben (respektive sechs) Sachen wieder irgendwie im Auto zu verstauen und kurze Zeit später standen wir alle zur Abreise bereit in der Musikschule Limbach. Der Abschied von Elke war sehr herzlich. Unsere ehemalige Dirigentin verabschiedete uns mit den Worten: „Die Orchesterproben in Kuchenheim waren doch immer noch die schönsten!“

Was soll man dem noch hinzufügen?

DANKE ELKE!

Text: CAS, BB, IB, AH, SS, DSL, Fotos: DSL, 11.11.2007

Glühweinausschank

Am 24.November ließen die Mitglieder des Mandolinenorchesters Kuchenheim eine alte Tradition wieder aufleben: nach der Vorabendmesse verteilten sie gegen eine kleine Spende Glühwein, Kinderpunch und heißen Kakao vor dem Jugendheim an die Messbesucher. So waren fast 50 Gläubige der Aufforderung von Pastor Berg gefolgt, und verbrachten noch ein Stündchen mit heißen Getränken und netten Gesprächs-partnern. Die eingenommen Spenden in Höhe von 160,-€ wurden für vorweih-nachtliche, sozial-karitative Zwecke Pastor Berg übergeben.

Ein Dank gilt ganz besonders Angelika Gehrke und Manfred Blum, die diese Aktion federführend vorbereitet und durchgeführt hatten.

Fotos & Text: DSL, 24.11.2007

Nikolaus, komm in unser Haus…

Nikolaus, komm in unser Haus,
pack die großen Taschen aus.
Lustig, lustig lustig, trallerallala!
Heut ist Nikolaus Abend da,
heut ist Nikolaus Abend da.

Stell das Pferdchen unter’n Tisch,
dass es Heu und Hafer frisst.
Lustig, lustig…

Heu und Hafer frisst es nicht,
Zuckerplätzchen kriegt es nicht.
Lustig, lustig…

Mit diesem Wunsch traf sich die „Mandolinen-Familie“ (wie Vorsitzender Hans Fellbach die Anwesenden bei der späteren Begrüßung bezeichnete) letzten Samstag im Vereinslokal „Tant-Seef“ zum diesjährigen Nikolausabend. Und sicher hofften vor allem die Jüngeren, dass der Heilige Mann seine großen Taschen wohlgefüllt dabei haben möge.

Das Programm eröffnete das neue „Jugendensemble“ mit einem irischen Harfenstück aus dem 17. Jahrhundert: „Give me your hand“ (reich mir Deine Hand), eine schöne und beziehungsreiche Aufforderung für die Vorweihnachtszeit. Die sieben Musiker unter der Leitung von Daniel Semroch-Loben und mit der Assistenz von Angelika Gehrke erhielten lebhaften Beifall für ihren gelungen Vortrag.

Im Anschluss daran zeichnete der Vorsitzende zwei langjährige Mitglieder aus und überreichte ihnen Urkunden des Vereins und des Bundes Deutscher Zupfmusiker e.V.: Karl-Peter Lichtenthäler für 40-jährige und Hans-Martin „Bubbe“ Pütz sogar für 60-jährige Mitgliedschaft. Karl-Peter Lichtenthäler erhielt von Spielleiterin Vera Schmidt im Auftrag der aktiven Spielerkameraden noch einen Buchgutschein überreicht, worüber er sich sehr freute (und die Leseabende am Weihnachtsbaum sichergestellt sein dürften).

Es ging weiter mit einer wunderschönen musikalischen Weihnachtsgeschichte: Daniela Semroch erzählte die Erlebnisse der Schneeflocke „Hilbe“, die eine große Reise auf den Spuren des Weihnachtsfestes durch die Welt macht und dabei die verschiedensten Weihnachtslieder kennenlernt. Das „Jugendensemble“ spielte die dazu passenden Lieder, die von den Gästen (je nach Textkenntnis) mitgesungen oder mitgesummt wurden.

Hans Fellbach kündigte anschließend den Höhepunkt des Abends an: Begleitet von Mandolinenspiel, Gesang oder Händeklatschen zog der Nikolaus in den Saal ein. In sehr persönlichen Worten lobte der Heilige Mann das Orchester für seine spielerischen und sonstigen Aktivitäten (dies galt auch dem Vorstand) und ermunterte alle, in ihrem Engagement nicht nachzulassen. Albert Caster drückte den Dank des Orchesters musikalisch aus und trug auf seiner Gitarre zwei Stücke vor, die Nikolaus und Zuhörer gleichermaßen begeisterten und zu lang anhaltendem Beifall veranlassten. Der Nikolaus schenkte noch allen Spielerinnen und Spielern eine reich gefüllte Nikolaustüte, und wurde danach mit einem kräftigen „Lustig, lustig trallerallala“ verabschiedet.

Da inzwischen auch Pastor Berg eingetroffen war, überreichte Hans Fellbach auch ihm eine Nikolaustüte sowie den Ertrag aus dem Glühweinabend des Orchesters am 24. Nov. vor dem Pfarrheim in Höhe von 160,00 € für die Pfarr-Caritas. Über beides zeigte sich der Pastor sehr erfreut. Als nun die Glücksfeen mit ihren Loskörbchen durch den Saal gingen, wurden sie von „Zockern und Spielern“ bestürmt, und innerhalb kürzester Zeit waren alle Lose verkauft. Mit dem Austeilen der Preise ließ sich Hans Fellbach jedoch noch Zeit. Nur die Kinder, die ins Bett mussten, konnten ihre Preise abholen. Alle anderen sollten sich noch ein Stündchen gedulden, was viele Gewinner veranlasste, unauffällig an den Preisen vorbeizuschlendern und dabei verstohlen zu schielen, welchen Preis die eigene Los-nummer denn vorsah. Für die Wartezeit empfahl Hans Fellbach muntere Tischgespräche, und gab das Mikrofon für Beiträge der Anwesenden frei. Lieder und Liedchen, Weih-nachtsgedichte, wahre oder erfundene Verzällchen, Witze und Witzchen, die sich häufig mit dem Kau- oder Verdauungsprozess befassten, brachten die Gäste zum Schmunzeln und Lachen.

Dann endlich durften die gewonnenen Preise abgeholt werden. Jetzt zeigte sich, wer Glück in der Liebe hatte, und wer weniger. Die Ersteren konnten (wenn überhaupt) 1 Preis entgegennehmen, während die anderen oft nicht wussten, wie sie ihre zahlreichen Preise nach Hause tragen sollten. Nun noch ein letztes „Bierchen“, dann machten sich die meisten Gäste zufrieden auf den Heimweg mit dem Gefühl: wieder ein Nikolausabend, der sich nahtlos in die schönen und harmonischen Feiern der Vorjahre einreiht.

Ein großes Dankeschön noch allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben (ohne Wertung, nur in alphabetischer Reihenfolge): Manfred Blum, Albert Caster, Hans Fellbach, Angelika Gehrke, Daniela Semroch und Daniel Semroch-Loben. Macht weiter so!

Text: DSL, KPL, Fotos: DG, 01.12.2007