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 Abschied vom „coolsten Drummer“

 

55 Jahre. So lange hat unser Schlagzeuger Karl-Peter musikalisch im Orchester mitgewirkt. Es war ein trauriger Moment, als er ankündigte, seine aktive Zeit im Orchester aus gesundheitlichen Gründen nun offiziell zu beenden und dass er sich gerne in der nächsten Probe von uns verabschieden wolle.
Als er den Probenraum betrat, stellten wir ihm natürlich sofort folgende Frage: „Möchtest du noch einmal mitspielen?“ Zu unserer Freude war Karl-Peter von dieser Idee sehr angetan. In Windeseile bauten wir das Schlagzeug auf und begannen zu spielen. Es war eine fantastische Probe, in der wir alle noch einmal den Klang des Schlagzeugs genießen konnten. Bevor es dann in die etwas längere Pause gehen sollte, fand unser zweiter Vorsitzender, Matthias, die richtigen Worte, um unserem Schlagzeuger gebührend für die tolle Zeit zu danken:

„Du hast dem Orchester Leben gegeben, du warst unser Taktgeber, die Mühle im Schwarzwald, das Vöglein im Prater, der Wind in unseren Segeln. Du warst der Regenmacher sowie Donner und Blitz. Du warst Glockenklang und Peitschenknall.“


Lieber Karl-Peter, du hinterlässt eine große Lücke in unseren Reihen, sowohl musikalisch als auch menschlich. Wir bedanken uns für die schöne Zeit mit Dir und wünschen Dir von Herzen alles Gute!

 

 


Text: LH, MQ; Fotos: LH; 08.09.2022

Hoch soll er leben…

Am 20. August 2022 hat unser langjähriger Mitspieler (erste Mandoline) Willi Sürth das achtzigste Lebensjahr vollendet!

Das gesamte Orchester gratulierte „unserem Willi“ dazu herzlichst, wünschte beste Gesundheit und noch viele gemeinsame Jahre als aktiver Mandolinenspieler im Orchester. Da Willi außer seiner Leidenschaft für die Musik noch Fan des FC Köln ist, wurde er mit Fan-Artikeln und einer Eintrittskarte für ein Spiel seiner Wahl beschenkt.

Willi bedankte sich mit Wunsch, dass unser Orchester noch lange weiterbestehen möge und sich hoffentlich in Zukunft weitere Nachwuchsspieler finden werden.


Text: HMN; Fotos: HMN; 25.08.2022

 Endlich nach langer Corona-Pause:

ein gemütliches Beisammensein und ein sehr reichhaltiges Geburtstagsessen

Doch der Reihe nach. Unser letztes Geburtstagsessen fand 2019 im Büllesheimer Hof statt. Dann kam die Zwangspause. Corona hielt die ganze Welt in Schach und natürlich uns auch. Sowohl unsere Spielproben, als auch vertraute Zusammenkünfte waren gestrichen. Die musikalischen Übungsstunden flackerten zwar ab und zu wieder auf, aber die eigentlichen kontinuierlichen Probenabende begannen erst im Januar dieses Jahres. Deshalb war der Wunsch auch groß im Sommer das Geburtstagsessen wieder einzuführen.

Da unser Gitarrist Linus uns studienhalber verlassen muss, wollten wir natürlich mit ihm gemeinsam noch einmal speisen und einen fröhlichen Abend verbringen. Zur Info für alle: Linus geht wenigstens für 2 Jahre für sein Masterstudium „Food Science and Engineering“ zur Universität Stuttgart-Hohenheim.

Die Resonanz war super gut. Es meldeten sich 19 Spielerinnen und Spieler und so trafen wir uns am 18. August abends im Restaurant Dalmacija in Euskirchen, nachdem wir am Vormittag des gleichen Tages die Goldhochzeit unseres Mitspielers Kurt musikalisch begleitet haben. Jeder konnte nach Herzenslust, ohne auf den Geldbeutel zu schauen, seine Speise aussuchen, denn es gab pro Mitglied 20 € dazu und auch eine erste Runde zum Anstoßen wurde vom Verein übernommen. Bei der reichhaltigen Speisekarte fiel uns die Auswahl nicht so leicht. Aber bald hatten alle ihre Wahl getroffen. Das Essen war reichlich und es schmeckte vorzüglich.

 

Gutes Essen und gute Getränke heben die Stimmung und so kamen schnell rege Gespräche zustande. Viele interessante Themen wurden angesprochen, sowohl aus früheren Zeiten, wie Treffen, Fahrten, Wanderungen, Aufführungen, als auch über aktuelle Nachrichten und Mitteilungen, die uns ständig durch Funk, Fernsehen und Zeitungen berieseln. Das noch ausstehende Jubiläumkonzert und auch unser Gedächtniskonzert für unseren Vorsitzenden Hans Fellbach für Sonntag, den 6. November 2022 waren ebenfalls ein Thema. Auch im persönlichen Gespräch hatte man genügend Zeit sich miteinander auszutauschen.  

 

Gegen 21.30 Uhr wurde die Feier beendet, aber mit dem Abschiedsgruß: Gute Nacht! Im nächsten Jahr wollen wir uns zum Geburtstagsessen in einer gemütlichen Gaststätte wiedersehen.


 Text: GB; Fotos: StS; 18.08.2022

Große Feste soll man gebührend feiern!

Schon im Frühsommer 2022 kündigte unser Mitspieler Kurt an, dass er und seine Frau Magdalena planen am 18. August 2022, in der Kirche Kleinbüllesheim im festlichen Rahmen Goldhochzeit zu feiern. Ein großer Wunsch und eine besondere Freude würde dem Jubelpaar die musikalische Begleitung des Gottesdienstes durch das Mandolinen-orchester sein.
Von diesem Zeitpunkt an begann die Planungsarbeit für unser Orchester. Wie viele Mitspieler sind an diesem Termin spielbereit?  Was können wir spielen? Wie sind die Abläufe in der Kirche geplant? Es gab einiges zu organisieren für den Dirigenten und die Spielleiterin.
Am Donnerstag, den 18. August, war es dann soweit. Alles lief wie am Schnürchen. Wir waren mit allen Stimmen um 9:30 Uhr spielbereit in der Kirche Kleinbüllesheim zum Anspielen versammelt.
Als wenige Minuten vor 10:00 Uhr das Jubelpaar und die Festgemeinde die Kirche betraten, warteten wir angespannt auf unseren Auftritt. Immerhin war es der erste Auftritt seit Weihnachten 2019!

 

Unser Programm für den feierlichen Gottesdienst sah folgende Stücke vor:

  • Eröffnung: "Lobt den Herrn der Welt" (Jeremiah Clarke).
  • Zur Gabenbereitung: "Largo" (Georg Friedrich Händel)
  • Zum Sanctus: "Sanctus" aus der „Deutschen Messe II (Franz Schubert)
  • Zur Kommunion: Ave Maria (Franz Schubert) 
  • Schlusslied: Großer Gott, wir loben dich (Heinrich Bone)

 

Nach dem Gottesdienst und der Gratulation brachten wir dem Jubelpaar als „Ständchen“ das Stück "Oh! mio babbino caro" von Giacomo Puccini dar.
Es war eine gelungene Darbietung, die viel Freude bereitet hat, dem Jubelpaar, der Festgemeinde  und uns, dem Orchester.

 

 

Freude bereiten und sich gleichzeitig mitzufreuen, ist das Schönste, was man haben kann in unserer Zeit.


 


Text: HMN; Foto: KM; 18.08.2022

Die Jahreshauptversammlung 2022

Normalerweise finden Jahreshauptversammlungen jährlich statt. Aufgrund der Pandemie war es allerdings in den letzten zwei Jahren nicht möglich eine solche abzuhalten. Es gab also Einiges zu besprechen, weswegen man sich hauptsächlich auf das vergangene Jahr 2021 konzentrierte. Zunächst freuten wir uns sehr, zwei anwesende Mitglieder ehren zu können. Sepp (linkes Foto) ist bereits seit 25 Jahren Mitglied im Verein und Herbert (rechtes Foto) kann sogar auf stolze 75 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken, von denen er 60 Jahre aktiv im Orchester mitgewirkt hat.


Wir haben zehn Vereinsmitglieder durch Todesfälle verloren, aber auch vier neue Mitglieder dazugewonnen. Die aktuelle Mitgliederzahl des Vereins beträgt 111.

Danach hörten wir den Geschäftsbericht unserer Geschäftsführerin Hedwig. Leider mussten im vergangenen Jahr das geplante Weihnachtskonzert, die Spielersitzung, die Vorstandssitzung, die Jahreshauptversammlung und das Probenwochenende ausfallen. Ebenso entfielen die Feierlichkeiten anlässlich des hundertjährigen Jubiläums. Im April letzten Jahres hat das Finanzamt eine weitere dreijährige Anerkennung der Gemeinnützigkeit ausgesprochen. Außerdem hat Hedwig die Pro Musica-Plakette, die vom Bundespräsidenten zum 100jährigen Jubiläum verliehen wird, beantragt. Mittlerweile haben wir die Bestätigung erhalten, dass uns die Plakette verliehen wird. Weitere Informationen zu dieser hohen Auszeichnung können auf dieser Internetseite eingesehen werden: 

https://bundesmusikverband.de/pro-musica-plakette/

Auch die Flut des vergangenen Jahres ist nicht spurlos am Orchester vorbeigegangen. Unter anderem wurde der Keller des Dirigenten inklusive Notensammlung und Instrumenten geflutet.

 

Einen weiteren großen Einschnitt in das Vereinsleben stellte der plötzliche Tod unseres 1. Vorsitzenden Hans Fellbach dar, der uns alle sehr schockiert hat und bis heute beschäftigt. In diesem Jahr wäre er ein halbes Jahrhundert 1. Vorsitzender gewesen. Es soll ein Gedächtniskonzert für ihn stattfinden.
Im Anschluss wurde der Kassenbericht von Manfred vorgetragen und der Vorstand gemäß der Empfehlung der Kassenprüfer entlastet.
Die Neuwahl des Vorstandes war der Schwerpunkt des Abends. Hedwig wurde zur Geschäftsführerin wiedergewählt, ebenso Manfred zum Kassierer, Stefan zum Archivar und Vera zur Spielleiterin. Christian und Lena sind für die Kassenprüfung zuständig. Lydia, Sepp, Barbara und Luisa sind Beisitzende. Matthias Quath wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt und ist somit auch kommissarisch als 1. Vorsitzender im Amt. Außerdem wurde Claudia per Kooption in den Vorstand gewählt.
Abschließend bleibt nur zu hoffen, dass die nächste Jahreshauptversammlung weniger auf Ausfälle, sondern auf stattgefundene Konzerte zurückblicken kann!

 

Text: LH, HMN; Fotos: StS; 24.03.2022


NACHRUF

Traurig nehmen wir Abschied von unserem 1. Vorsitzenden

Hans Fellbach

* 09.11.1936 † 08.11.2021

Hans Fellbach trat 1952 in das Mandolinenorchester in Kuchenheim ein. Er wurde hier musikalisch ausgebildet und spielte zunächst Gitarre. 1961 übernahm Hans die Position des Bassisten im Orchester. Schnell erkannte man seine vielseitigen Qualitäten, nicht nur im Musikalischen, sondern auch im Umgang mit Menschen, woraufhin Hans Fellbach 1972 zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Diese Aufgabe erfüllte er, bis Hans am 8. November 2021, einen Tag vor seinem 85. Geburtstag, plötzlich und unerwartet verstarb. Unter seinem Vorsitz wandelte sich das Repertoire von Wanderliedern hin zu anspruchsvolleren und auch modernen Musiktiteln. Nicht zuletzt ist es ihm zu verdanken, dass sich das Orchester inzwischen im weiten Umkreis ein hohes Ansehen erarbeitet hat. Einzusehen auf unserer Homepage.

Ein herausragendes Ereignis seiner Tätigkeit sollten die Feierlichkeiten zum 100jährigen Bestehen des Orchesters werden, die dann allerdings pandemiebedingt im letzten Jahr nicht stattfinden konnten, aber nachgeholt werden. Zu gegebener Zeit werden wir ein Gedenkkonzert für Hans in Kuchenheim geben.

Die Vereinsarbeit rund um das Mandolinenorchester 1921 Kuchenheim e.V. wurde zu seinem Lebenswerk. Hans Fellbach klingt in uns nach. Sein Vermächtnis wird uns ein ehrenvolles Andenken sein.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau, seiner Tochter und allen anderen Familienangehörigen.


Die Mitglieder des Mandolinenorchester 1921 Kuchenheim e.V.

 

Der fehlende Ton

Man stelle sich ein Lied vor, das aus vielen Tönen besteht. Das Lied ist wunderschön, weil jeder dieser Töne da ist und seinen Beitrag zur Melodie leistet. Manche Töne sind tief oder hoch, leise oder laut, ganz kurz oder ganz lang, und dann gibt es noch einige, die sind irgendwo dazwischen: mittelhoch, mittellaut und mittellang.

Aber zurück zu unserem Lied: Plötzlich passiert etwas Unerwartetes mit dem Lied: Irgendjemand lässt einen einzigen Ton wegfallen. Plötzlich klingt die komplette Melodie anders. Plötzlich fehlt ein Ton, und die anderen Töne, die auf ein Zusammenspiel mit ihm abgestimmt gewesen sind, müssen sich an eine leere Stelle in der Notenzeile gewöhnen.

Immer wieder – lange Zeit – wird das Lied dann ohne diesen bestimmten Ton gespielt – es gibt auch keinen Ersatz für diesen Ton, denn man kann einen Ton nicht so einfach ersetzen. An seiner Stelle steht einfach nichts.

Die anderen Töne empfinden es als befremdlich, dass dieser Platz von nun an ganz leer sein soll, und sie entscheiden sich dazu, dem verlorenen Ton ein Denkmal zu setzen. Sie setzen ein Pausenzeichen, um daran zu erinnern, dass an diesem Platz einmal ein ganz besonderer Ton gestanden hat.

Nach längerer Zeit wird auch dieses Lied zu einem gern gehörten Lied. Es ist zwar anders als das frühere Lied, aber auch die Melodie dieses Liedes klingt, nachdem man sich mit der ungewohnten Pause mehr und mehr vertraut gemacht hat, wunderschön – nur eben anders!

Text: Verfasser unbekannt

Wir trauern...

Auf ein Neues…

In diesem Jahr markierte der 11.11. nicht nur den Beginn der fünften Jahreszeit, sondern auch den Wiederanfang unserer Orchesterproben. Nach vielen Monaten des Wartens (die letzte Probe fand im Oktober 2020 statt) waren alle Spielerinnen und Spieler gespannt auf die erste Probe. Diese und auch die weiteren Proben finden zur Zeit in der Schützenhalle Kuchenheim statt, da diese mehr Raum bietet und so ein gewisser Abstand zwischen den Musizierenden gewährleistet werden kann.

Es gab Vieles zu erzählen, sowohl persönlich als auch das Orchester betreffend. Doch bei all den Gesprächen sollte auch die tatsächliche Probenzeit nicht zu kurz kommen. So starteten wir nach all diesen Monaten mit einem musikalischen Evergreen des Orchesters: Spanish Eyes. Zu unserer Erleichterung stellten wir fest, dass wir das gemeinsame Spiel nicht verlernt hatten. Gleichzeitig freuen wir uns auch über einige Neuzugänge in unseren Reihen! Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass es nicht bei dieser einen Probe bleibt und wir bald wieder  Konzerte spielen dürfen. An Motivation mangelt es zumindest nicht.

Text: LH, 11.11.2021

Geburtstage müssen gefeiert werden!

Auch zu Zeiten einer Pandemie dürfen Geburtstage nicht unter den Tisch fallen. Vor allem dann nicht, wenn es sich um einen runden Geburtstag handelt. Und so kam es, dass sich drei Aktive des Orchesters an einem Donnerstag Nachmittag bei dem Geburtstagskind einfanden, um ein Geschenk zu überreichen und etwas Zeit bei Kaffee und Kuchen zu verbringen. Dabei lauschten wir den vertrauten Klängen der Ouvertüre in A-Dur von Konrad Woelki, einem der Lieblingsstücke der Jubilarin.


Liebe Marlies, das Mandolinen-Orchester Kuchenheim gratuliert Dir ganz herzlich zu Deinem 70. Geburtstag. Wir wünschen Dir alles Gute für das kommende Jahrzehnt!



Text: LH, Fotos: LH, 19.08.2021